دکتر مرتضی محیط: کارل مارکس، زندگی و دیدگاه های او

پس از کسب اجازه از دکتر مرتضی محیط  کتاب ایشان  »کارل مارکس، زندگی و دیدگاه های او« در این تارنما در اختیار علاقه مندان قرار می گیرد

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بخش نخستین؛ از ١٨١٨ تا مانیفست

چاپ اوّل: ١٣٨٢

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دوّمین بخش؛ از ١٨٤٨ تا ١٨٥٢

چاپ اوّل: ١٣٨٤

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سوّمین بخش؛ تحقیقات اقتصادی

چاپ اوّل: ١٣٨٩

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Lassen Sie sich patentieren! Maria Mies, Köln 1996

Anlässlich des 85. Geburtstages von Prof. em. Maria Mies [1] und nach Rücksprache mit ihr erfolgt die Wiedergabe eines Textes, der 1996 aus Protest gegen die Patentierung des Neem-Baumes in Indien durch einen amerikanischen Wissenschaftler verfasst wurde [2-4]. Das EU-Patentamt zog im weiteren Verlauf die Anerkennung dieses Patentes zurück.

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Lassen Sie sich patentieren!

Maria Mies, Köln 1996

 

© Common Intellectual Property of People with Resistance Genes (CIPPRG)

(Zu singen auf die Melodie: Freude, schöner Götterfunken)

1.

Lassen Sie sich patentieren,

denn Sie sind ein Kapital.

Ihre Leber, Ihre Nieren,

Ihre Gene allzumal.

Lassen Sie sich patentieren,

denn es gibt Sie nur einmal.

Eh‘ die Multis Sie sezieren,

haben Sie die erste Wahl.

 

 

2.

Gene, Gene und Patente,

ja, das ist der neuste Hit.

Ja, das bringt die beste Rente.

Machen Sie beim Reibach mit.

Was da kreucht und fleucht auf Erden,

was da blüht auf dieser Welt –

alles muss zur Ware werden.

Alle Ware wird zu Geld.

 

 

3.

Merck, Monsanto, Ciba Geigy,

Hoechst und Bayer machen mit,

bei der Jagd auf die Patente,

bei dem Run auf den Profit.

Diese großen neuen Mütter

schaffen Nahrung, heilen Schmerz.

Wenn nur die Bilanzen stimmen,

brauchen sie kein Menschenherz.

 

 

4.

Dieses schöne neue Leben

Bringt nicht die Natur hervor.

Kinder schaffen nicht mehr Frauen,

die entstehen im Labor.

Die Natur wird überflüssig

hier in diesem Jammertal.

Uns’re Mutter ist die Technik,

Vater ist Herr Kapital.

 

 

5.

Denn was ist denn schon ein Leben

in dem ew’gen Einerlei.

Doch Ihr Gen, das lebt ja ewig,

ist es erst vom Körper frei.

Freiheit, die das Gen bescheret,

frisch auf Ihrer Samenbank,

wo es dann den Fortschritt mehret,

sagen wir den Multis Dank.

 

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Bemerkungen

[1] https://amirmortasawi.wordpress.com/category/maria-mies/

[2] Das Krokodil, Ausgabe 0, März 2012

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Niembaum

[4] https://www.youtube.com/watch?v=3ckzkNdOHtA

Strafanzeige gemäß § 80 StGB i.V. mit Art. 26 Abs. 1 GG gegen alle Mitglieder des Deutschen Bundestages (Regierungsmitglieder eingeschlossen), die am 04.12.2015 für den Bundeswehr-Einsatz in Syrien gestimmt haben.

von: Afsane Bahar <bahar.afsane@googlemail.com>
an: poststelle@generalbundesanwalt.de

Datum: 7. Dezember 2015

 

Sehr geehrter Herr Dr. Frank,

der unten aufgeführten Strafanzeige von Herrn Volker Bräutigam und Herrn Andreas Hauß gegen die Ja-Sager im Deutschen Bundestag zur Kriegsbeteiligung der Bundeswehr in Syrien schließe ich mich an.

Bitte bestätigen Sie mir schriftlich den Eingang dieses Schreibens.

mit freundlichen Grüßen

 

Dr. med. Amir Mortasawi

Facharzt für Herzchirurgie; Schubertstr. 3; 36199 Rotenburg an der Fulda

 

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Herrn

Generalbundesanwalt Dr. Peter Frank

Brauerstraße30

76135 Karlsruhe

poststelle@generalbundesanwalt.de

 

Strafanzeige gemäß § 80 StGB i.V. mit Art.26 Abs. 1 GG

gegen alle Mitglieder des Deutschen Bundestages (Regierungsmitglieder eingeschlossen), die am 04.12.2015 für den Bundeswehr-Einsatz in Syrien gestimmt haben.

 

Sehr geehrter Herr Generalbundesanwalt,

hiermit erstatten wir Anzeige wegen grundgesetzwidriger Vorbereitung eines Angriffkrieges gegen Syrien unter Bruch des Völkerrechts.

Begründung:

Am 4. Dezember hat eine satte Zwei-Drittel-Mehrheit von „Volksvertretern“ im Deutschen Bundestag für den Kriegseinsatz in Syrien gestimmt. Ihre Anzahl und das Mehrheitsverhältnis sind aber vollkommen unerheblich, wenn der Boden des Völkerrechts und des Grundgesetzes verlassen wird. Die Abgeordneten haben an diesem Tag nicht neues, womöglich besseres Recht zu setzen versucht, sondern einfach nur die bisherige Setzung gebrochen.

Das Massaker in Paris am 13.Nov. 2015 war kein Kriegsakt Syriens gegen Frankreich, sondern ein Verbrechen bisher unbekannter Täter. Für die „Kriegserklärung“ des französischen Präsidenten Hollande sprechen politische Gründe, rechtliche aber nicht. Den Bombardements der westlichen Koalition in Syrien, an denen sich nunmehr auch die Bundeswehr militärisch beteiligen wird, fehlt die völkerrechtliche Grundlage. Ein Mandat des UN-Sicherheitsrates liegt bekanntlich nicht vor, ebenso wenig ein Hilfeersuchen der syrischen Regierung. Eine UN-Resolution, in der zum Kampf gegen den IS „mit allen Mitteln“ aufgerufen wurde, ist kein Freibrief und erlaubt nicht, den Rahmen des geltenden Rechts zu verlassen. Das Gewaltverbot der UN-Charta ist gem. Art. 25 GG unmittelbar geltendes Recht in Deutschland. Und gemäß Artikel 26 Abs. 1 GG sind Handlungen verfassungswidrig, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten. Sie sind unter Strafe gestellt.

Als Papst Benedikt XVI. am 22.September 2011 im Deutschen Bundestag sprach, zitierte er den Kirchenlehrer Augustinus: „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes alseine große Räuberbande?“


Bezogen auf das Abstimmungsverhalten der parlamentarischen Ja-Sager am 04.12.15 im Bundestag ist das so zu interpretieren: Hier hat eine Bande von Völkerrechtsverbrechern und Verfassungsfeinden für Kriegsbeteiligung votiert.

Es handelte sich um eine namentliche Abstimmung; die Beschuldigten sind problemlos bei der Bundestagsverwaltung zu erfassen.

Wir fordern Sie auf, das allfällige Ermittlungsverfahren einzuleiten.

Höflich grüßen

Volker Bräutigam, Adlerweg 1, 23879 Mölln,  Andreas Hauß, Bachstr. 16, 79232 March

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Von: Volker Bräutigam <v.braeutigam@googlemail.com>
an: Afsane Bahar <bahar.afsane@googlemail.com>
Datum: 7. Dezember 2015

 

Lieber Dr. Mortasawi,

über diese Ihre Mail habe ich mich von Herzen gefreut.

Es hat bereits viele Zuschriften deswegen gegen. So viele Rückmeldungen wegen dieser Aktion, dass  ein paar zusätzliche Erklärungen sicherlich von Nutzen sein können.
Zunächst: Einige der Briefeschreiber hatten Bedenken, weil wir Autoren die Ja-Sager als „Bande von Völkerrechtsverbrechern und Verfassungsfeinden“ bezeichnen. Das könne uns, so wurde befürchtet, selbst eine Strafanzeige wegen Beleidigung einbringen.
Ob hier eine sog. Sammelbeleidigung vorliegt, mögen gegebenenfalls die Gerichte entscheiden. Wir waren nicht dieser Meinung. Dass einer der Gemeinten saudumm genug ist, ein solches Verfahren zu riskieren, wage ich außerdem zu bezweifeln.
Dagegen hätte ich aber wirklich nichts einzuwenden. Es wäre mir ein großes Vergnügen, wenn es eine solche Anzeige gäbe. Denn dann müsste sich ein Gericht mit der Frage befassen, ob wir mit dem Kraftspruch nicht vielleicht sogar recht haben. Auf ein Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts werden wir dagegen wohl alle vergeblich warten. Warum? Nun: Bevor der GBA auch nur einem ersten Schritt dazu tun darf, muss er den Parlamentspräsidenten informieren und eine Aufhebung der Immunität der angezeigten Abgeordneten beantragen. Da der Herr Bundestagspräsident Lammert, CDU, selbst zu den Angezeigten gehört und damit zur Mehrheit der Abgeordneten, wird er die Anfrage zwar an den Immunitätsausschus weitergeben, aber auch dort herrschen klare Mehrheitsverhältnisse. Bereits an dieser Hürde würde unsere Anzeige also scheitern. Spätestens aber würde sie am Justizminister scheitern, dem Dienstvorgesetzten des GBA; einer Anklageerhebung  würde der niemals zustimmen, auch er ist meines Wissens einer der angezeigten Ja-Sager.
Soweit die juristischen Züge.
Die Stoßrichtung unserer Anzeige kann demnach gar keine juristische sein, sondern nur eine publizistische, ins Visier genommen in der Absicht, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen und zum Widerspruch zu motivieren. Das ist bereits in beachtlichem Umfang gelungen. Die Strafanzeige entwickelt sich zu einem Selbstläufer.
Fraglos hat die Anzeige zudem eine schöne Nebenwirkung: Es werden sich einige tausend davon beim GBA ansammeln, und davon müssen die betroffenen Abgeordneten natürlich unterrichtet werden. Auch wenn sie vollkommen abgebrüht sind: Ganz kalt lässt so eine Sache niemanden. Sie juckt im Fell. Verdientermaßen!
Sollte also wider Erwarten doch eine Strafanzeige gegen uns Autoren in diesem Fall erfolgen: immer her damit! Mit Vergnügen! Dann wird es doch noch spannend!
Ein solcher Prozess würde erhebliche öffentliche Aufmerksamkeit erregen, weit mehr, als die Prüfung eines Ermittlungsverfahrens seitens der Generalbundesanwaltschaft. Ich sage auch gleich, was meine Verteidigungsstrategie wäre:
Erstens, würde ich erklären, habe ich mit dem Kraftspruch über diese „Volksvertreter“ recht. Es sind Völkerrechtsbrecher, Verfassungsfeinde.
Zweitens ist das zwar keine Kollektivbeleidigung, die eventuell strafbar wäre, sondern wahrscheinlich nur eine zulässige öffentliche Schmähkritik.
Drittens wäre mir das aber vollkommen gleichgültig. Eine parlamentarische Zustimmung zum Morden in Syrien halte ich für ein weit schlimmeres Verbrechen, als es eine Beleidigung derer je sein kann, die dieses Verbrechen im Parlament vorangebracht haben.
Und viertens jaulen nur getroffene Hunde auf.
Ihnen einen guten Start in die Woche!
Beste Grüße

Volker Bräutigam

 

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autoreply@generalbundesanwalt.de <autoreply@generalbundesanwalt.de> 7. Dezember 2015 um 12:38
An: Afsane Bahar <bahar.afsane@googlemail.com>

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سایه روشن

Ellen Rohlfs, Gabriele Weber, Vera Macht تقدیم به
و دیگر انسانهای شریفی که از بع بع کردن بیزارند

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اذعان

تلاش برای رهائی، عدالت، مهر و خرد
حتّی اگر به تعبیر مدّعی
آب در هاون کوبیدن را تداعی کند
صد بار شرف دارد
بر فلسفه بافی و سفسطه بازیِ
خود باختگانِ خود فروختهء مردم فریب
این دریوزگان و دلقکان درگاه قدرت

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آتشگاه

مچاله می خواهندت
این خیل ستم، خصم هر چه پوینده
مچاله کاغذی خط خورده و باطل
فرو افتاده در خاکروب، هرزه و عاطل
شکسته قامت و خم گردن و دل خون
به صد نیرنگشان گرفتار و
پریشان فکر و از افسونشان مجنون
مچاله می خواهندت
ژاژگوئی از حقیقت دور
و در شام ستمشان لب بسته و شب کور
که در دل هیچت نباشد آرزوی نور
مچا له می خواهندت این تبه کاران
تو را ای فرزند اندیشه و پیکار
تو را ریشه است در خاک هستی پرور مادر
چه غم از داغ و درفش دشمن از زندگی بیزار
بهاران را اگر صد سد ببندند از سر تکرار
بپاشند ار نمک بر پهنهء این دشت صد خروار
بسوزند ار عبث این جنگل و گلزار
به همراه پرستو نغمهء آزادگی سر کن
کنار لاله و سنبل ره بالندگی طی کن
بر آور سر ز عشق بوسهء باران
فروزان کن از مهر و خرد آتشگه یاران

۞۞۞

در متن زندگی

نسیم نوید باران را سرود
زمزمهء گنجشککان اوج گرفت
برکه در تب طلب لرزید
و آنگاه از نخستین بوسهء باران منقلب شد
حلقه ای کوچک در سطح آب پدید آمد
و از پس آن هزاران دایره موج سا سر برآورد
مخمل باران زمین را مهربان در خود گرفت
و سپس رقص قطرات بود بر روی این سیمین بافت
که پرّان و دست افشان دل و دیده می ربود ند
زمانیکه این جشن و پایکوبی به سر رسید
آسمان از سرور آب و نور رنگین شد

۞۞۞

بیست و هفتم بهمن ماه هزارو سیصدو هشتاد و نه
Göttingen
۞۞۞

آب

آبشارم خواندی
آری، آبم ای دوست
گه سخت و سرد و خاموشم
در دل کوهستان، صخره ها را مانم

گاه آرام و صبور
عاشق کار و عبور
فرهادی هستم بی تیشه
در دل سنگ رهی میجویم

لحظه ای جویبارم سرشار
از تمنّای رسیدن به تو یار
تا که رودی بشویم
ره دریا گیریم

گاه دورم ز رود مادر
از پی طغیانی
راکدم، شاهد مرگ خویشم
سیل را منتظر میمانم

چون بدریا برسم
گاه همبازی نورم
گاه موجم، خرامیده به ساحل آرام
گاه گردابی، در قعر بمانده ناکام

آبشارم خواندی
آری، آبم ای دوست

مرداد ماه هزار و سیصد و هشتاد و نه، Göttingen