Jaleh Esfahani, Dichterin der Zuversicht und Hoffnung

Jaleh Esfahani

Dichterin der Zuversicht und Hoffnung

 

Am 29.12.2011 wurde in Zusammenarbeit mit Herrn Andreas Schmidt im Rahmen der Schriftenreihe „Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran“ bei der FriedensTreiberAgentur (FTA) ein Text über die iranische Dichterin Jaleh Esfahani veröffentlicht. Bei der vorliegenden Schrift handelt es sich um eine verkürzte Version.

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Die iranische Dichterin Etel Soltani, die ab ihrem 13. Lebensjahr unter dem Pseudonym Jaleh Gedichte verfasste und auf dem ersten Kongress der iranischen Schriftsteller im Jahre 1946 in Teheran als Jaleh Esfahani vorgestellt wurde (1), gehörte zu den Menschen, die trotz vielfältiger Schicksalsschläge und der augenscheinlichen Macht der Gegner einer gerechten Welt trotzend aus gesellschaftlicher Verantwortung den Sinn für Ästhetik und Zuversicht schärften. Zur Anfertigung des vorliegenden Textes dienten unter anderem ihre Autobiographie „Schatten der Jahre“, die 1999 in London fertig gestellt und im Jahr 2000 in Deutschland veröffentlicht wurde, sowie ihre Gedichtsammlung „Abbildung der Welt“ aus dem Jahre 1981 (2,3).

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Jaleh Esfahani: Teheran und Krieg تهران و جنگ

Teheran und Krieg (1981)

Die schwarzen, furchtbaren Flügel des Kriegsdämons
liegen bedrückend auf den Teheraner Nächten.
Das einzige brennende Licht der Stadt
ist der Mond,
der bernsteinfarbene Mond,
der auf dem unsichtbaren Dach Teherans leuchtet.
Teheran ist dunkel,
Teheran ist still,
Teheran ist eine schwarz bekleidete Schönheit …

Wenn die morgendliche Sonne das Elburs-Gebirge beleuchtet,
all den goldenen Schnee,
und das Herz sich nicht verrückt in Teheran verliebt,
ist es kein Herz,
sondern ein Stein.

Doch welchen Platz haben jetzt Liebkosungen mit der Natur?
Heute ist Krieg.
Vom Schicksal der Heimat und der Menschen sich fern zu halten,
ist eine Schande.
Es ist eine Schande.
Uns ist der Iran übrig geblieben,
ein Meer des Zorns, des Blutes und des Sturmes.
Es ist schmachvoll,
ein Stein am ruhigen Ufer zu sein
angesichts all der selbstlosen Handlungen der Aufständischen,
die ihr Leben riskieren.
Es ist eine Schande,
nur sich selbst und die eigenen Interessen im Blick zu haben.

Wer kann nachts zuhause beruhigt schlafen,
wenn tausende Landsleute obdachlos sind,
vertrieben durch den Krieg,
den erbarmungslosen Krieg.

Du,
Geschichte schreibendes Teheran,
stolzes Teheran,
es sei,
dass ich deine Nächte voller Licht sehe,
dass ich erblicke,
wie der ganze Iran des Sieges wegen
mit Lichterketten beschmückt ist.

تهران و جنگ

دی ماه ۱۳٥۹

بال سیاه و مدهش اهریمن جنگ
افتاده سنگین بر شب های تهران
تنها چراغ روشن شهر
ماه است، ماه کهربائی
سوزد فراز بام ناپیدای تهران
تهران تاریک
تهران خاموش
تهران زیبای سیه پوش

تابد چو خورشید سحر بر کوه البرز
بر آن همه برف طلائی
دل گر نگردد عاشق شیدای تهران
دل نیست
سنگ است

امّا چه جای عشقبازی با طبیعت؟
امروز جنگ است
از سرنوشت میهن و مردم جدائی
ننگ است
ننگ است
مائیم و ایران
دریای خشم و خون و توفان
ننگ است سنگ ساحل آرام بودن
با این همه ایثار جانبازان عاصی
ننگ است خودبین بودن و خودکام بودن

کی می توان در خانه، شب آسوده دل خفت؟
وقتی هزاران هموطن، بی خانمانند
آوارگان جنگ، جنگ بی امانند

تهران تاریخ آفرین
تهران مغرور
بینم شبت را غرقه در نور
بینم ز پیروزی شود
سرتاسر ایران
چراغان

Jaleh Esfahani

Jaleh Esfahani: Du kehrst zurück باز می گردی

Du kehrst zurück (1975)

Eines Tages kehrst du zurück.
Du kommst zurück
mit dem morgendlichen Wind der Berge,
mit den Wellen der Meere,
mit dem Frühling.
Und ich warte sehnsüchtig.

Du bist ein Bote aus warmen Ländern und weißt,
wie verzweifelt und traurig der Mensch durch die Kälte wird.
Ich rede nicht von der Kälte des Wetters,
ich meine die Kälte der Herzen.
Du weißt, wie sehr ich,
selbst voller Glut,
verabscheue
die Kälte der Reden,
die im Ohr rauschen,
den Frost der Herzen,
deren Licht der Liebe erloschen ist.

In meinem Herzen
sagt ein stiller Schrei immer und immer wieder,
dass du wie ein leuchtender Funke,
wie ein Stern aus der Ferne,
umarmt von mitternächtlichen Kometen
zurückkommst.
Ich bin voller Hoffnung,
dein Gesicht zu erblicken.

باز می گردی
۱۳٥٤

تو روزی بازمی گردی
تو با باد سحرگاهی کهساران
تو با امواج دریاها
تو همراه بهاران
بازمی گردی
و من چشم انتظارَستم

تو پیک گرمسیرَستی و می دانی
که از سردی چه پژمان می شود انسان
نمی گویم ز سردی هوا
از سردی دل ها
ز سردی سخنهائی که خِش خِش می کند در گوش
ز یخبندان دل های چراغ عشقشان خاموش
تو می دانی چه بیزارم
منی که پر شرارستم

درون سینه ام فریاد خاموشی کند تکرار
تو همچون اخگری پرنور
تو همچون اختری از دور
در آغوش شهاب نیمه شب ها باز می گردی
به دیدارِ رُخت امیدوارَستم

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Jaleh Esfahani: Farbenfrohe Momente لحظه های رنگین

Farbenfrohe Momente (1971)

Ich brauche die Farben des Frühlings,
die Farbe der Blumen,
dieser reinen Geschenke des Paradieses,
die Farbe der blauen Hyazinthe,
die Farbe der gelben Narzisse,
die rote Farbe der Anemone,
die auf dem Feld gewachsen ist.
die goldenen Tulpen,
die violetten Jasminpflanzen,
die Schattierungen der Wiesen mit ihren hundert Farben,
die Farbe jener zärtlichen,
an den Blumenblättern einen Saum tragenden Rose,
die glänzenden, geliebten Farben des Frühlings.
Ich brauche sogar jene Steinblume,
die seit Jahrhunderten im Schoß des Gebirges blüht.
Ich brauche den Farbkasten der Natur,
die magische Farbe der Liebe,
die Farbe des Fleißes und der Hoffnung,
damit ich jedem Moment eine neue Farbe verleihe,
die Nacht und den Tag nicht der Farblosigkeit überlasse,
denn außer Schwarz und Weiß es gibt noch viele Farben.

لحظه های رنگین
۱۳٥٠

به رنگهای بهاران نیازمندم من
به رنگ گل ها – این هدیه های پاک بهشت
به رنگ سنبل آبی، به رنگ نرگس زرد
به رنگ سرخ شقایق که رسته بر سر کشت
به لاله های طلائی
به یاس های بنفش
به سایه روشن آن سبزه های صد رنگه
به رنگ آن گل سرخ لطیف حاشیه دار
به رنگهای درخشان دلپذیر بهار
نیازمندم حتّی به آن گل سنگی
که قرن هاست شکفته به سینهء کهسار
به جعبه رنگ طبیعت نیازمندم من
به رنگ جادوئی عشق، رنگ جهد و امید
برای آنکه به هر لحظه رنگ تازه دهم
و روز و شب نسپارم بدست بیرنگی
که هست رنگ فراوان بجز سیاه و سپید

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Jaleh Esfahani: Wolke und Sonne ابر و خورشید

Wolke und Sonne (1978)

Der Gang der Zeit
nimmt jeden Moment eine neue Farbe an …
Gestern war der Himmel bewölkt und weinerlich.
Ich war traurig wegen der Tränen des Regens.
Eine Weile später als ich aus dem Flugzeug sah,
dass unter meinen Füßen die Wolke weinte
und über meinem Kopf die Sonne lachte,
fragte ich mich,
weshalb ich kurzsichtig gewesen bin?
Ich war betrübt.
Wo habe ich eine ewig bleibende Wolke erblickt?
Wenn wir den Kopf hoch halten,
wenn wir den weiter entfernten Himmel betrachten,
sind hinter der Dunkelheit der fliehenden Wolke
die helle Sonne und das unendliche Universum.

ابر و خورشید
۱۳٥۷

می شود هر لحظه یک رنگ دگر گشت زمانه

آسمان دیروز ابری بود و گریان
من غمین از اشک باران
لحظه ای دیگر در آغوش هواپیما چو دیدیم
زیر پایم ابر گریان است و بالای سرم خورشید خندان
پیش خود گفتم چرا نزدیک بین بودم؟
غمین بودم
در کجا من دیده ام ابری که باشد جاودانه؟
ما اگر بالا نگه داریم سر را
گر ببینیم آسمان دورتر
در پس تاریکی ابر گریزان
آفتاب روشن است و کائنات بیکران

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Jaleh Esfahani: Hätte ich tausend Stifte اگر هزار قلم داشتم

Hätte ich tausend Stifte

Hätte ich tausend Stifte,
tausend Federn,
jede mit tausend Wundern,
so würde ich jeden Tag tausend Mal
ein Epos und ein Lied für die Freiheit schreiben.

Wäre ich der Engel des Aufstands und des Zorns,
so würde ich schon tausend Jahre zuvor
die Stille und das traurige Warten der Sklaven durchbrechen;
ich würde in das Viertel der Sklavenhändler ziehen,
für die Versklavten Lieder singen,
damit die schönen Sklavinnen und die mutigen Sklaven
gegen die Sklaverei, Sklavenhalter und Sklavenhändler
sich in tausenden Aufständen zur Freiheit erheben,
dass niemand eines Anderen Knecht werde,
die Knechtschaft aus der Erinnerung der Menschheit verschwinde,
und niemand nicht einmal der Freiheit zum Knecht werde.

Wenn ich tausend Zungen hätte – mächtige Zungen,
fähig eine Botschaft ins Ziel zu tragen –
so würde ich in allen Sprachen,
die es weltweit gibt,
den der Unterdrückung verfallenen Völkern sagen:
Wenn ihr die Wurzeln der Knechtschaft mit dem Beil zerhackt,
wird eure „Vergeltung“ die errungene Freiheit sein.

Schreibt mit Flammen auf meinen Grabstein,
dass diese nach Freiheit Dürstende auf der Suche starb,
und wie verliebt sie zur Begegnung mit der Sonne eilte,
auf dass die rötliche Morgendämmerung der Freiheit aufblühe.

Wenn ich nach tausend Jahren auferstehe,
werde ich meiner Epoche den Freiheitsgruß entbieten.

Nach tausend Jahren werden andere Menschengenerationen,
wenn sie auf Besuch
von einem Stern zum anderen ziehen,
aus den verbliebenen Wellen
die Botschaft der Freiheit
aus unserer stürmischen Epoche
zu Gehör bekommen.

اگر هزار قلم داشتم

اگر هزار قلم داشتم
هزار خامه که هر یک هزار معجزه داشت
هزار مرتبه هر روز می نوشتم من
حماسه ای و سرودی به نام آزادی

اگر فرشتهء عصیان و خشم بودم من
هزار سال از این پیش می ربودم من
سکوت و صبر غم آلودهء غلامان را
به کوی برده فروشان روانه می گشتم
برای حلقه به گوشان سرود می خواندم
که ضد بردگی و برده دار و برده فروش
کنیزکان دل آرا، غلام های دلیر
بپا کنند هزاران قیام آزادی
که هیچ کس نشود بندهء کسی دیگر
که راه و رسم غلامی رود ز یادِ بشر
کسی نباشد حتّی غلام آزادی

اگر هزار زبان داشتم – زبان رسا
به هر چه هست زبان در سراسر دنیا
به خلق های گرفتار ظلم می گفتم
به ریشه های اسارت اگر که تیشه زنید
گرفته اید شما انتقام آزادی

بروی سنگ مزارم به شعله بنویسید
که سوخت در طلب، این تشنه کام آزادی
چه عاشقانه به دیدار آفتاب شتافت
که بشکفد سحر سرخ فام آزادی

هزار سال دگر گر ز خاک برخیزم
به عصر خویش فرستم سلام آزادی

هزار سال دگر نسلهای انسانی
ز یک ستاره به سوی ستارهء دیگر
چو می روند به دیدار هم به مهمانی
ز موجهای به جا مانده بشنوند آنها
ز قرن پرشرر ما پیام آزادی

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Jaleh Esfahani: Du fragst mich, woher ich stamme? می پرسی از من اهل کجایم؟

Du fragst mich, woher ich stamme? (1962)

Du fragst mich,
woher ich stamme?
Ich bin nicht sesshaft,
und ziehe umher.
Ich wurde erzogen durch Trauer und Schmerz.
Betrachte die Weltkarte,
mit einem Blick überquer die Ländergrenzen,
zweifelsohne wirst du kein Land finden,
in dem kein aus meiner Heimat Vertriebener lebt.

Ich bin der unruhige Geist des Schlafwandlers,
in Nächten mit Mondschein,
im Schlaf,
wandere ich auf den unendlichen Felsen der Sehnsüchte.
Mit der Frage,
woher ich stamme,
hast du mich aus diesem goldenen Traum geweckt.
Ich bin vom hohen Dach der Sehnsüchte heruntergefallen
und liege der Mauer der Wirklichkeit zu Füßen.

Du fragst mich,
woher ich stamme?
Ich komme aus dem Land des Reichtums und der Armut,
von den grünen Hängen des Elburs-Gebirges (28),
vom Ufer des prächtigen Zayanderud (29),
und aus den alten Palästen von Persepolis.

Du fragst mich,
woher ich stamme?
Ich komme aus dem Land der Dichtung, der Liebe und der Sonne,
aus dem Land des Kampfes, der Hoffnung und der Qual,
aus den Schützengräben der Opfer der Revolution.

In durstigem Warten brennen meine Augen.
Weißt du jetzt,
woher ich stamme?

می پرسی از من اهل کجایم؟
(۱۳٤۱)

می پرسی از من
اهل کجایم؟
من کولی ام
من دوره گردم
پروردهء اندوه و دردم
بر نقشهء دنیا نظر کن
با یک نظر از مرز کشورها گذر کن
بی شک، نیابی سرزمینی
کانجا نباشد در بدرهم میهن من

روح پریش خوابگردم
شب های مهتاب
در عالم خواب
بر صخره های بیکرانِ آرزوها، رهنوردم
با پرسش اهل کجائی
کردی مرا بیدار ازین خواب طلائی
افتادم از بام بلند آرزوها
در پای دیوار حقیقت

می پرسی از من
اهل کجایم؟
از سرزمین فقر و ثروت
از دامن پر سبزهء البرز کوهم
از ساحل زاینده رود پر شکوهم
وز کاخهای باستان تخت جمشید

می پرسی از من
اهل کجایم؟
از سرزمین شعر و عشق و آفتابم
از کشور پیکار و امید و عذابم
از سنگر قربانیان انقلابم

در انتظاری تشنه سوزد چشمهایم
میدانی اکنون
اهل کجایم؟

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Jaleh Esfahani: Die Erde grünt deinetwegen زمین برای تو شد سبز

Die Erde grünt deinetwegen (1974)

Die Erde grünt deinetwegen
und der Garten ist deinetwegen voller Farben geworden.
Vom wirren Singen der Vögel ist die Wiese voller Aufruhr.
Wieso sitzt du still?
Was betrübt dich?
Jetzt, wo ein neuer Frühling aufblüht,
pflückt die liebkosende Brise der Morgendämmerung Blüten
und wirft sie dem Wiedehopf zu Füßen.
Benimm dich wie junge Wesen,
wie die Bäume voller neuer Triebe.
Leb froh, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Und schenk auch dem Nachbarn
einen Ast dieser Blume,
denn Schmerz und Trauer
begleiten uns wie der Schatten …

Der Frühling hat mir den Fleiß zum Erneuern beigebracht.
Wieso soll ich diesen Moment sinnlos verlieren,
denn das Jetzt ist ein Tropfen des Flusses meines Lebens,
und das verflossene Wasser wird in den Fluss nicht zurückkehren.

Wieso soll ich mit der Klinge der Traurigkeit den heutigen Tag enthaupten?
Wieso soll ich diese Geschichte akzeptieren,
dass das Leben erst am kommenden Tag ist?
Denn die Ewigkeit fängt mit jedem Moment an …

زمین برای تو شد سبز
۱٣٥۳

زمین برای تو شد سبز و باغ رنگارنگ
ز بانگ درهم مرغان چمن پر از غوغاست
نشسته ای ز چه خاموش؟
از چه ای دلتنگ؟
کنون که شاد شکفتست نوبهار دگر
نسیم نرم نوازشگر سحرگاهی
شکوفه چیند و پاشد به پای شانه بسر
چو پرجوانه درختان تو هم جوانی کن
دمی که دست دهد شاد زندگانی کن
و شاخه ای هم از این گل بده به همسایه
که درد و غم همه جا همچو سایه همره ماست

تلاش تازه شدن را بهار یادم داد.
چگونه بیهده این لحظه را دهم از دست
که لحظه قطره ای از جویبارِ عمِر من است
و آب رفته نیاید به جویباران باز

به تیغ غم سر امروز را چرا ببرم؟
چو این حدیث پذیرم که زندگی فرداست
که جاودانه ز هر لحظه می شود آغاز

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Jaleh Esfahani: Die goldene Nachtigall بلبل زرّین

Die goldene Nachtigall
Jaleh Esfahani (1920er – 2007)
verfasst im Jahr 1968

Du, goldene Nachtigall,
dich werde ich in meiner Dichtung,
in den warmen Händen der Freunde,
im Gesang des Lebens,
in den Ländern des Frühlings,
im Fleiß, der viele neue Triebe hervorbringt,
in der unruhigen Nacht der Wartenden,
beim Aufgang der ewigen Sonne,
goldene Nachtigall,
dich werde ich im Nest der Liebe finden,
damit du meines Herzens Garten
durch Licht und Gesang zum Blühen bringst.

بلبل زرّین
۱۳٤۷

بلبل زرّین
ترا در شعر خود
در دست های گرم یاران
در سرود زندگی
در سرزمین های بهاران
در تلاش پرجوانه
در شب آشفتهء چشم انتظاران
در طلوع آفتاب جاودانه
بلبل زرّین
ترا در آشیان عشق پیدا می کنم من
تا کنی باغ دلم را
خرّم از نور و ترانه

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Jaleh Esfahani: Die Hand der Liebe دست عشق

Die Hand der Liebe (1975)

Wenn der Vogel nicht singt,
das Wasser nicht tanzt,
das Grüne nicht wächst,
was wird die Erde machen?

Wie eintönig und armselig wird das Dasein sein,
wenn die Liebe nicht lacht,
die Hoffnung nicht leuchtet,
wenn die Freude fehlt
und gelegentlich der Schmerz.

Ich mache demjenigen Vorwürfe,
der Trübsal bläst
und wie der Winterschnee
die Umgebung in die Kälte treibt
überall, wo er sich hinsetzt.

Wie glanzvoll ist es,
die Hand der Liebe zu küssen.
Aber wie schmachvoll ist es,
wenn ein Mensch die Hand der Macht küsst.
Die Sonne und die Erde sind ineinander verliebt.
Wenn deine und meine Hände,
die wie grüne Zweige sind,
sich warm vereinigen,
werden sie tausende roter Blumen hervorbringen
und tausende gelber Früchte.

دست عشق
۱٣٥٤

اگر پرنده نخواند
اگر که آب نرقصد
اگر که سبزه نروید
زمین چه خواهد کرد؟

چه یکنواخت و بیروح می شود هستی
اگر که عشق نخندد
امید اگر ندرخشد
اگر نباشد شادی
و گاهگاهی درد

از آن کسی گله دارم که آیهء یأس است
و همچو برف زمستان
به هر کجا که نشیند
کند هوا را سرد

چه پر شکوه بود دست عشق بوسیدن
ولی چه ننگین است
چو دست قدرت یک مرد را ببوسد مرد
و آفتاب و زمین عاشقان یکدگرند
چو دست های من و تو که شاخه های ترند
اگر خورند بگرمی بیکدگر پیوند
هزارها گل سرخ آورند و میوهء زرد

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