Quellwasser

Quellwasser

(25.4.2018)

 

Mitten im zart grünenden Wald

an einer Wegscheide

entdecke ich eine sprudelnde Quelle

Mit Händen bilde ich eine Schüssel

und trinke das erfrischende Wasser

Es beschreibt mir kristallklar

seinen ermutigenden Werdegang:

Tiefen erlebt

trete ich gereinigt, belebend hervor

֎֎֎

 

Druckversion: Quellwasser

 

Baum Nummer 629

Baum Nummer 629

(20.4.2018)

 

Mancher empfiehlt mir wohlwollend

gelegentlich auch eitel oder belehrend

mächtige Verbrecher im Lande

nicht beim Namen zu nennen

beim Dichten allgemein zu bleiben

Texte für die Ewigkeit zu schreiben

 

Wenn Suchende meinen Baum betrachten

soll der Gesang meines Herzens

im Friedwald frohlockend bezeugen

dass Glück nicht in Gleichgültigkeit gedeiht

sondern in Verbundenheit mit der Erde

anschaulich als Gegebenes erlebbar

֎֎֎

 

Druckversion: Baum Nummer 629

Langer Atem

Langer Atem

(18.4.2018)

 

In meinem Arbeitszimmer

im sechsten Stock angekommen

öffne ich weit die Tür zum Balkon

Das zarte Frühlingsgrün

bis zum Horizont ausgebreitet

zeigt hier und da wunderbare

rosa-weiße, gelbe

rot-bräunliche Muttermale

Die Sonne

selbst nicht sichtbar

schickt unverkennbar

ihren hellen Gruß

Vögel sind betriebsam, brünstig unterwegs

Ich atme diese Sanftmut tief ein

denke bewegt unter anderem

an Gaza, Syrien, Libyen

Irak, Yemen und Afghanistan

denke an mein Ursprungsland Iran

und bin mir dabei bewusst

dass ich Verdunklungen wahrnehmend

weiterhin vom Licht sprechen werde

von der Geborgenheit in Gerechtigkeit

von der Verbundenheit mit der Schönheit

von langem Atem fürs Leben

֎֎֎

 

Druckversion: Langer Atem

Elba

Elba

(15.4.2018)

 

Zu wesentlichen Bestandteilen des Kampfes gegen die mächtigen Verbrecher unserer Zeit gehören die Wahrnehmung der Schönheit und der Erhalt der Lebensfreude.

 

Wenn ich die Augen schließe

spüre ich die Morgenröte auf meinen Lidern

schmecke das Salzige in der Brise

lausche dem Gespräch der Möwen

berühre die Wellen des Mittelmeeres

liebkose die aufgehende Blumenlandschaft

denn du bist bei mir

֎֎֎

Druckversion: Elba

Frühling sei Dank

Frühling sei Dank

(12.4.2018)

 

mit herzlichem Dank Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam gewidmet

 

Nicht selten stelle ich fest

dass mit wissenschaftlichen Vorgehensweisen gut vertraute Menschen

sich wie geistige Analphabeten verhalten

wenn es sich um gesellschaftliche Fragestellungen handelt

Das ruft bei mir abhängig von dem jeweiligen Zusammenhang

Bedauern, Wut, Angst, Ekel

tiefe Trauer und Verzweiflung hervor

Glücklicherweise besteht noch die Möglichkeit

zum Erhalt meines Gleichgewichts

von meiner Mutter Erde tröstende Wärme

und aufbauende Unterstützung zu empfangen

֎֎֎

 

Druckversion: Frühling sei Dank

Gravierende journalistische Defizite in Ihrer Nahostberichterstattung: „Tote bei Protesten an Gaza-Grenze“ (30.3.2018)

Gravierende journalistische Defizite in Ihrer Nahostberichterstattung: „Tote bei Protesten an Gaza-Grenze“ (30.3.2018)

֎֎֎

Von: Thomas Siemon <siemon@ipk-bonn.de>
Datum: 6. April 2018 um 09:13
Betreff: Gravierende journalistische Defizite in Ihrer Nahostberichterstattung: „Tote bei Protesten an Gaza-Grenze“ (30.3.2018)
An: hoererservice@dradio.de, Marco.Bertolaso@dradio.de

* Kopie (bcc:) an Unterzeichner *

 

wir – die einhundertsiebenundvierzig (147) Unterzeichner dieses Schreibens – Unterstützer und Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen, die versuchen, die Öffentlichkeit über die Hintergründe des Nahost-Konflikts aufzuklären, haben es regelmäßig mit Offiziellen – Kommunal-, Landes- und teilweise Bundespolitikern – zu tun, deren Unwissenheit über den Nahen Osten geradezu erschreckend ist.

Dies ist nach unserem Eindruck auch darauf zurückzuführen, dass die Medien im Nahost-Umfeld eine Filter-Blase errichtet haben, durch die fast ausschließlich Informationen dringen, die zu dem israelischen Narrativ passen, demzufolge Israel das Opfer der von ihm seit über einem halben Jahrhundert unterdrückten Palästinenser sei.

An dieser Filterblase ist leider auch Ihr Haus beteiligt, wie dieser Beitrag – Tote bei Protesten an Gaza-Grenze  [1] – vom 30. März zeigt, dessen Verfasser sich über journalistische Grundsätze freizügig hinweggesetzt haben, wie wir nachfolgend zeigen.

Angesichts dieser Defizite und deren Konsequenzen möchten wir Sie hiermit darum bitten, uns zu erklären, wie es zur Veröffentlichung dieser Nachricht kam – sowie darum bitten, in Ihrem Haus auf die Einhaltung journalistischer Standards zu drängen – natürlich nicht nur, wenn es um den Nahost-Konflikt geht.

Journalistische Defizite in „Tote bei Protesten an Gaza-Grenze“:

1. Die Formulierung „Im Gazastreifen ist es zu schweren Auseinandersetzungen … gekommen“ erweckt den Eindruck der Äquivalenz der von beiden Seiten eingesetzten Gewalt.
Tatsächlich standen auf der einen Seite unbewaffnete Demonstranten und auf der anderen Seite eine Armee, die mehr als fünfzehn Demonstranten kaltblütig niederschoss und mehrere hundert Verletzte.
Die Formulierung „schweren Auseinandersetzungen“ verstößt somit gegen den journalistischen Grundsatz der Angemessenheit und der Sorgfaltspflicht.

2. Die Formulierung „Die radikal-islamische Hamas hatte für heute zu mehrwöchigen Protesten im Grenzgebiet zu Israel aufgerufen“ suggeriert, dass der „Great Return March“ von der HAMAS organisiert wurde. Dies kann durch ein wenig Internet-Recherche widerlegt werden, siehe hier [2].
Das ist ein Verstoß gegen den journalistischen Grundsatz der Sorgfaltspflicht.

3.
Der Begriff „Rädelsführer“ für die von israelischen Soldaten ermordeten Anführer der Proteste – im Original ohne Anführungszeichen – ist nicht in Ordnung, denn der Begriff enthält eine Wertung:
Siehe Wikipedia: „Unter dem Rädelsführer einer Gruppe versteht man ihren Anstifter bzw. Anführer. Der Ausdruck wird ausschließlich in negativem Zusammenhang verwendet. “
Es liegt somit ein Kommentar in einer Nachricht vor – was nach üblichen journalistischen Standards unzulässig ist.
Die dort vorliegende indirekte Rede ist nach unserem Erachten nicht „indirekt“ genug, um die notwendige Distanz zu den israelischen Verlautbarungen zu schaffen.

4.
Aus journalistischer Sicht – dem Gebot der Vollständigkeit – ist zu bemängeln, dass der DLF der Vorstellung Vorschub leistet, dass es zwischen Gaza und Israel eine „Grenze“ im Sinne des Völkerrechts gäbe. Gaza ist aber kein Staat – und wird international von keinem anderen Staat anerkannt.
Hier findet also keine Auseinandersetzung zwischen Staaten oder staatlichen Akteuren statt – sondern in einem Staat. Israel hat Gaza abgeriegelt, eingezäunt und das Gebiet zum Feindstaat erklärt – und belagert es seit zehn Jahren. Das ist völkerrechtlich illegal. Gaza ist bereits qua seiner Existenz ein Kriegsverbrechen – und israelische Soldaten, die auf unbewaffnete Demonstranten schießen, sind Kriegsverbrecher.

5.
Es hätte auch erwähnt werden müssen, dass circa sechzig Prozent (60 %) der Palästinenser Vertriebene – bzw. Nachkommen der rund 750.000 Palästinenser sind, die 1948 von Israel vertrieben wurden. Und, dass diese Palästinenser gemäß der von Israel akzeptierten, aber nicht umgesetzten UN-Resolution 194 ein verbrieftes Recht auf Rückkehr haben.

6.
Zuletzt vermisst man auch den Hinweis, dass die UNCTAD bereits 2015 prognostiziert hat, dass Gaza im Jahr 2020 [3] unbewohnbar sein wird.

7.
Die Kür hätte darin bestanden, wenn Ihr Haus darauf hingewiesen hätte, dass die Proteste am „Tag des Bodens“ stattfanden; und wenn Sie die Leser/Hörer über dessen Geschichte aufgeklärt hätten, die natürlich auch mit einem Massaker und der Vertreibung von israelischen (!) Palästinensern verbunden ist, wie Sie sicher wissen (siehe hier [4]).

Ohne das Wissen um die obigen Punkte ist es praktisch unmöglich, die Ereignisse vom Karfreitag politisch einzuordnen. Und die Vermittlung dieses Wissens ist doch nach unserem Wissen eine der Aufgaben Ihres von unseren Gebühren finanzierten Hauses.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Siemon

Stellvertretender Vorsitzender
Institut für Palästinakunde e.V., Bonn
Weissenburgstrasse 11
53175 Bonn

Unterzeichner & Unterzeichnerinnen:

Dr. Martin Adel, Wien / Erhard Arendt, Dortmund / Heinz Assenmacher (Techniker), Bonn / Thomas Bachmann, Zürich / Dr. Martin Bartonitz (Diplomphysiker), Bergheim / Dr. med. Frank Baum, Berlin / Prof. Dr. Helga Baumgarten, Filderstadt / Prof. Dr. Dieter Becker, Bielefeld / Dr. Georg Christian Becker, Wien / Dr. Johannes M. Becker (Konfliktforscher), Marburg / Rolf Becker (Schauspieler), Hamburg / Winfried Belz (Klinikseelsorger i.R.), Wilhelmsfeld / Dorothea Bender-Lubej, Düsseldorf / Walter Bitter (Bundesrichter a.D.), Siegburg / Ruedi Bosshart, Zürich / Volker Bräutigam, Mölln / Antonie Brinkmann (Juristin), Bremen / Margit Budinger, Duisburg / Helga Dähne, Stuttgart / Elias Davidsson (Komponist, Menschenrechtler), Kirchen / Michel Decker (Dipl. Ing.), Luxemburg / Michel Dietrich, Zürich / Hartmut Drewes (Pastor i. R.), Bremen / Nancy du Plessis (Documentary Filmmaker), Berlin / Karin Duden, Bielefeld / Dr. Edda Egerer, Hinterbrühl / Dr. Eric Egerer, Hinterbrühl / Dörte El Sarise, Halstenbek / Dr. Ernest Far, Bonn / Andreas Friedrich, Düsseldorf / Brigitte Gärtner-Coulibaly (Dipl. Päd.), Herford / Wolf Gauer (Filmemacher, Journalist), São Paulo / Friedrich Gentzsch (Dipl.-Ing. TU  Architekt i.R.), Bargteheide / Claude Grégoire (Lehrer), Esch-sur-Alzette / Annette Groth (Ehem. MdB), Stuttgart / Henri Grün, Luxemburg / Karin Guth, Hamburg / Renate Haeberle, Schwäbisch Hall / Karin Hamacher, Lörrach / Gundolf Hambrock, Frankfurt am Main / Timo Hartman, Zürich / Klaus Hartmann, Offenbach am Main / Verena Harwardt, Hürth / Dr. Hans-Ulrich Hill, Wiesbaden / Andrea Hoffmann, Berlin / Susanne Hofmann, Augsburg / Dietrich Hyprath (Dipl.-Ing. i.R.), Ibiza / Norbert Jost, Berlin / Jürgen Jung (Schauspieler, Sprecher), Pfaffenhofen / Dr. Rainer Kandler (Arzt), Bonn / Claudia Karas, Frankfurt am Main / Helmut Käss (Arzt  für Allgemeinmedizin i.R.), Braunschweig / Hans-Georg Kercher, Bonn / Brigitte Keyl, Ebersbach / Dr. Ben Khumalo-Seegelken, Huntlosen / Henning Kleeblatt (Dipl. Ing.), Taunusstein / Annette Klepzig (MTA i.R.), Wilhelmsfeld / Veronika Knott (Lehrerin i.R.), Bad Bramstedt / Dr. Damaris Köhler, Mannheim / Thekla Kolbeck (Dipl.-Ing. Landschaftsökololgin), Breisach / Peter Kranz (Pfarrer), Berlin / Angela Krause, München / Rainer Kruse, Stuttgart / Bernd Kulawik (Kunsthistoriker), Bern / Manuela Kunkel, Stuttgart / Bernd Kusche, Büdingen / Christa Ladaa (Buchhändlerin), Nürnberg / Dr. med. Dieter Lehmann, Hamburg / Eva Lehmann, Hamburg / Alexander Link, Heidelberg / Dr. Friedrich Löblein, Pleidelsheim / Dr. Manfred Lotze, Hamburg / Rainer Luce, Bonn / Klaus Maßmann (Pfarrer i.R.), Lotte / Ursula Mathern, Merxheim / Clemens Messerschmid, Ramallah / Raimund Meyer (Dipl. Ing.), Bremen / Ursula Mindermann (Dipl. Ing. Augenoptikerin), Telgte / Gudrun Mogler, Königswinter / Dr. med. Amir Mortasawi, Rotenburg a. d. Fulda / Dr. Izzeddin Musa (Diplomgeologe i. R.), Wachtberg / Gertrud Nehls, Hagen / Eva Neukamp (Regierungsdirektorin a.D.), Bonn / Mag. Federico Nier-Fischer, Wien / Volker O’Barden, Lörrach / Elfi Padovan (Kunsterzieherin i.R.), München / Dr. Josef Pampalk, Wien / Mary Pampalk, Wien / Adelheid Patzlaff, Nister-Möhrendorf / Dr. Martin Michael Patzlaff, Nister-Möhrendorf / Wolfgang Pfannekuch, Kassel / Dagmar Piotrowski, Dortmund / Franz Joseph Piwonka (Dipl. Soziologe), München / Karl Popp (Rektor i.R.), Freiburg / Franz Pöschl (Apotheker), Bergisch Gladbach / George Rashmawi, Hennef / Christiane Reynaud, Wehr / Hartmut Ring (Lehrer), Hamburg / Christoph Rinneberg (Dipl. Ing.), Wembach i.O. / Margret Rinneberg, Wembach i.O. / Struan Robertson, Hamburg / Matthias Roeper, Hamburg / Prof. em. Dorothee Roer, Frankfurt/M / Dr. Ingo Roer, Frankfurt/M / Angelika Romeik, Mülheim / Ingrid Rumpf, Pfullingen / Soraya Sala (Schauspielerin), Wuppertal / Martin Sälzer, Hamburg / Jakob Schäfer, Wiesbaden / Ursula Schleier, Schopfheim / Jasmine Schmid, Zürich / Hannelore Schmidt, Büdingen / Dr. Angelika Schneider (Rentnerin), Bergisch Gladbach / Frieder Schöbel, Berlin / Mechthild Schreiber (Diplom-Soziologin), München / Dr. Christoph Seiler (Pfarrer i.R.), Bielefeld / Renate Seiler (Lehrerin), Bielefeld / Wolfgang Seiring, Mülheim Ruhr / Ursula Siemon, Odendorf / Mag. Franz Sölkner, Graz / Thomas Immanuel Steinberg (Diplom-Volkswirt), Hamburg / Dr. theol. Hans-Christoph Stoodt, Frankfurt am Main / Marlene Stripecke, Bonn / Joachim Ströh, Bremen / Verena Tobler, Bern / Karl Traub, Nürtingen / André Trilling, Iserlohn / Siegfried Ullmann (Agrar Ing.), Alfter / Mag. Peter Unterweger (Sekretär des Internationalen Metallgewerkschaftsbundes i.R.), Wien / Prof. Dr. Rolf Verleger, Lübeck / Angelika Vetter, Bonn / Gisela Vormann (Augenoptikerin i.R.), Bremen / Frieder Wagner (Journalist, Filmemacher), Köln / Margot Wahl, Zürich / Willy Wahl (Psychagoge), Zürich / Dr. Angela Waldegg (Künstlerin), Wien / Claus Walischewski, Bremen / Dr. Viktoria Waltz (Dozentin, Stadtplanerin), Dortmund / Dr. Ludwig Watzal (Journalist, Redakteur), Bonn / Dr. Gabi Weber, Freiburg / Sabine Werner, Bonn / Lüko Willms, Frankfurt am Main / Dr. Ribhi Yousef, Duisburg / Ina Zeuch, Bonn / Dr. Bodo Zibrowius, Mülheim / Heidrun Zibrowius, Mülheim / Lawrence Zweig, Fürth

 

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Quellenangaben

[1] http://www.deutschlandfunk.de/schwere-zusammenstoesse-tote-bei-protesten-an-gaza-grenze.2932.de.html?drn:news_id=866885

[2] https://972mag.com/gaza-return-march-organizer-well-ensure-it-doesnt-escalate-to-violence-on-our-end/134104/

[3] http://unctad.org/en/Pages/PressRelease.aspx?OriginalVersionID=260

[4] http://www.ipk-bonn.de/politik/news/2011033000.html

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Druckversion: Gaza 30.3.2018

Habeas Corpus

Habeas Corpus*

(28.3.2018)

 

Dass die Banditen im Bunde

die Errungenschaften unserer Vorfahren

plump mit Füßen treten

überrascht mich keineswegs

 

Dass zum Denken Befähigte

den Banditen nicht widersprechen

und sich selbst entmündigen

macht mich besorgt

 

Ausmaße und Verhältnisse im Sinn

streue ich Körner aus

pflanze Keimlinge um

und lasse die Lebensfreude flammen

֎֎֎

*Anlässlich der makabren Skripal-Inszenierung mit führenden Kräften der „westlichen Wertegemeinschaft“ als Hauptdarsteller

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Druckversion: Habeas Corpus

 

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Eine Antwort von Bernhard Trautvetter:

 

IMMER SCHON

Die nicht aufgeben

Allen Rückschlägen zum Trotz

Die über sich hinaus gehen

Sich aufbäumen

wenn ihnen Klein-Bei-Geben

ab-verlangt wird

Die ihre Stimmen erheben

wie Buschtrommler

über Horizonte hinweg

sich gegenseitig ermutigen

Die die Last des anderen

für ein ander

mit tragen

durch das All

sind Brüder und Schwestern,

die wissen,

dass wir

das alle

immer schon waren

und sind

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